Jahresversammlung bei Hotel- und Gaststättenverband Rosenheim

Zufriedene Tourismusbilanzen sowie eine Fülle an aktuellen Themen aus der Gastronomie standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Hotel- und Gaststättenverbandes für den Landkreis und für die Stadt Rosenheim, zu der im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter Vorsitzender Franz Bergmüller gut 50 Kolleginnen und Kollegen willkommen heißen konnte.

Ehrengast war dabei Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Chiemsee-Alpenland. Dieser Zusammenschluss von 46 Landkreisgemeinden mit der Stadt Rosenheim ist jüngst dem Tourismusverband Oberbayern-München beigetreten. Gegenüber dem Vorjahr – so Frau Pfaffinger – konnten in der Urlaubsregion Chiemsee-Alpenland 4,9 Prozent mehr Übernachtungen und 5,6 % mehr Gäste verzeichnet werden. „Der Bettenrückgang konnte zudem gestoppt werden, ausländische Gäste werden immer mehr, positiv wirkt sich die Bewerbung als Gesundheitsregion aus und heuer werden wir in Zusammenarbeit mit Berchtesgaden das Thema Salz in den Vordergrund rücken“ – so die Tourismus-Chefin weiter.

Ein weiteres Grußwort sprach Peter Stocker vom benachbarten und befreundeten Gaststättenverband Traunstein als dessen Vorsitzender. Seine Themen waren unter anderem die zukünftige Tourismusstrategie, das EU-Beihilferecht im Tourismus, die Koordinierungen in der Region 18 und die Zusammenarbeit mit dem kommunalen Tourismus. Interessante Informationen hatte Michael Frankl als bayerischer Ausbildungsbotschafter parat. Der Geschäftsführer vom Aschbacher Hof in Feldkirchen ist seit 2015 einer von insgesamt 120 in Bayern tätigen Botschaftern für Ausbildungen und Jurymitglied bei Lehrlingswettbewerben. „Leider müssen wir immer wieder gegen das schlechte Image der Gastronomie und Hotellerie ankämpfen, Hauptprobleme sind die Wochenend- und Abend-Arbeitszeiten.“ – so Michael Frankl, der erfreulicherweise auch von einer Steigerung der Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr zu berichten wusste.

Franz Bergmüller erläuterte in seinem Bericht die Inhalte von Seminaren für Lohnsteuerfragen und für Erbschaftssteuer und vom Trend, der beim Essen immer mehr zu regionalen Produkten geht. Die Problematik des Brandschutzes und die Kreditvergabe bei Banken waren weitere Themen ehe Bergmüller auf den eklatanten Fachkräftemangel hinwies. „Ideal wäre es, wenn man die gastronomischen Berufe als Mangelberufe anerkennen würde, dann hätte man die Möglichkeit, Arbeitskräfte im asiatischen Raum zu suchen, zumal aus diesem Raum bekanntlich sehr gute Dienstleistungskräfte zu erwarten sind“. Persönlich stellte sich der neue Landesgeschäftsführer für die DEHOGA Bayern Dr. Ghomas Geppert vor, der zuvor Referent bei der Christlich Sozialen Union und Geschäftsführer beim Verband der Bauträger war. Geppert will die Nähe zu den Mitgliedern suchen und die Bedeutung der Arbeitsplätze zum Schwerpunkt machen, denn jeder 10. Arbeitsplatz in Bayern ist in der Gastronomie angesiedelt. Eine erste Forderung des neuen Landesgeschäftsführers sind Nachbesserungen im Arbeitszeitgesetz, faire Wettbewerbsbedingungen, die Ausweitung der Rechtsberatung sowie die Möglichkeit, in Not geratenen Mitgliedern unbürokratisch zu helfen. In einem weiteren Beitrag informierte Josef Lechner vom Berggasthof Hummelei in einem Praxisbeispiel von den Hürden bei seinen Bauanträgen. In einem weiteren Referat stellte die stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin Katharina Freund unter anderem Neuregelungen bei der W-LAN-Störerhaftung, die betriebliche Altersvorsorge ab 2017, Tarif-Veränderungen und die Neuauflage des Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern vor. Kassier Hans Bäuerle erfreute mit einem positiven Kassenergebnis.

Über die Ehrungen berichten wir noch gesondert.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg

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