Grundpfeiler für Bernauer Hospiz gesetzt – Baubeginn erst 2018

Vor kurzem trafen sich die Mitglieder der Hospiz-Gruppe Prien im katholischen Pfarrheim zur alljährlichen Jahreshauptversammlung. Nachdem das neu gegründete Streicherquartett der Priener Musikschule mit ihrer Kunst die Versammlung eröffnet hatte, berichtete Vorsitzender Stefan Scheck über die Aktivitäten.

2016 begleiteten die Ehrenamtlichen der Hospiz-Gruppe 65 Menschen – 23 privat, 37 in Seniorenheimen, fünf im Krankenhaus, was in etwa dem Vorjahr entspräche. Die 25 Begleiterinnen absolvierten insgesamt 2.030 Stunden und fuhren 8.232 Kilometer, deutlich mehr also als in 2015 mit 5.094 Kilometern. Im Oktober seien 13 Personen in einem Grundkurs zu Hospiz-Begleiterinnen ausgebildet worden, deren Fortbildung im April weitergeführt werde. Der Schatzmeister Walter Richter informierte anschließend über den Kassenstand. Über Beiträge, Kurseinnahmen sowie Spenden in Höhe von 33.100 Euro seien Einnahmen von insgesamt 42.562 Euro zu verzeichnen gewesen. Diese ständen Ausgaben in Höhe von 27.801 Euro gegenüber; man habe also einen Überschuss von 14.760 Euro erzielt. Mit den bestehenden Geldern auf der Bank besitze die Hospiz-Gruppe zum 31. Dezember 2016 ein Vermögen von 380.502 Euro. Die Kassenprüferinnen bestätigten die ordnungsgemäße Buchführung, so dass der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Danach erläuterte Stefan Scheck den aktuellen Stand zum stationären Hospiz. Das erste Treffen habe 2013 stattgefunden. Nach langer Suche für einen Standort sei die Wahl nicht auf Prien oder das Kloster Reisach, sondern auf Bernau gefallen. Dort habe man auf dem Areal der Justizvollzugsanstalt einen idealen Platz gefunden. Noch im Dezember 2016 sei der Förderverein Chiemseehospiz, im Februar das den Landratsämtern Rosenheim und Traunstein unterstehende Kommunalunternehmen gKU mit Günther Pfaffeneder (ehem. Leiter der RoMed-Klinik Rosenheim) als Geschäftsführer gegründet worden. Zusätzlich zu dem gemeinnützigen Kommunalunternehmen wird sich ein Beirat, bestehend aus Mitgliedern der kooperierenden Hospiz-Gruppen Prien, Traunstein, Rosenheim und Berchtesgaden, in enger Zusammenarbeit mit dem gKU um alle Belange wie den Bau oder Personalentscheidungen kümmern. Geplant seien zehn bis zwölf Einzelzimmer; nach aktueller Lage sei mit Baubeginn nicht vor Frühjahr 2018 zu rechnen; erste Patienten könnten damit aller Voraussicht nach ab Mitte 2019 aufgenommen werden.

Foto: Wagner
Der Vorstand des Hospiz-Gruppe Prien (v. li. n. re.): Bärbel Berneder, Gudrun Weigang, Vorsitzender Stefan Scheck, Helga Märkl, Walter Richter, Christl Ruhbaum, Gabriele Feldmann und Dr. Gabriele Herkt. Es fehlt Elisabeth Fischaleck.

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg

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