Benefiz-Volksmusikabend im Trachtenheim Hittenkirchen für Aktion für das Leben

Seit 1986 stellt sich die Rosenheimer Aktion für das Leben e.V. der sozialen Herausforderung, Eltern und Kinder aus der Region in sozialer und wirtschaftlicher Not sofort und unbürokratisch Hilfe anzubieten.
Die gemeinnützige Organisation konzentriert sich dabei auf die ganzheitliche und nachhaltige Beratung und hilft mit Geld- und Sachleistungen. Die Mitglieder des Vereins sind sozial engagierte Personen und Unternehmen, sowie nahezu sämtliche Städte und Gemeinden in der Region Rosenheim. Das Landratsamt Rosenheim unterstützt dabei in vielfältiger Weise. Vorstand Alfred Trageser und die beiden Geschäftsführerinnen Manuela Damköhler und Brigitte Plank stellten im Laufe des Abends ihre Arbeit vor und warben für die gute Sache.
Peter Vordermaier, Angestellter beim Landratsamt Rosenheim und musikalischer Leiter der Stoabergmusi hatte die Organisation des Abends übernommen, für den der Hittenkirchner Trachtenverein kostenlos sein Vereinsheim zur Verfügung stellte. Bekannte Gruppen aus der Region sagten sofort ihre unentgeltliche Teilnahme zu und begeisterten das Publikum. Gstanzlsänger Josef Grünbeck, besser bekannt als Kupferschmied Sepp aus Dietfurt führte in humorvoller Weise durch den Abend.
Bereits mit dem ersten Marsch spielten sich die 14 und 15jährigen Buam der „6-Zylinder-Musi“ aus Rohrdorf ins Herz der Zuhörer. Schmissig, rhythmisch sicher und intonierend zeigte die junge Tanzlmusi ihr Können. Dass alle Bulldog-Fanatiker sind und der jüngste von ihnen noch hervorragend Witze erzählen kann, entlockte ein allgemeines Lachen. Der Krautinsel-4-Gsang, benannt nach einer Insel im Chiemsee, besteht aus Gesangskollegen vom Männergesangsverein Grabenstätt, der von dessen ehemaligem Leiter Willi Weitzel an der Zither begleitet wird. Mit ihren kräftigen Männerstimmen brachten sie lustige und nachdenkliche Lieder dar. Als Chiemgauer Saitenmusik treten schon seit vielen Jahren die Prienerinnen Brigitte Buckl (Akkordeon, Gitarre), Sabine Werner (Zither, Flöte) und Heidi Martl (Gitarre) auf. Dem Publikum präsentierten sie flotte Polkas, Walzer und staade Weisen. Aus Oberstaufen im Allgäu kam das Jodler-Duo Christine und Reinhold. Sie brachten gemeinsam mit ihrem Akkordeonbegleiter Luis Walser ganz neue Klänge in die Halle. „Da stellt‘s dir richtig de Haar auf, so einfühlsam kommt des an“ kommentierte der Ansager den Gesang der beiden. Mit ihren typischen Allgäuer Jodlerliedern und dem dort gesprochenen Dialekt waren sie die Gruppe, die den weitesten Weg hatte. Gespannte Stille bei ihren Auftritten war ihnen sicher.
Das abgestimmte Programm der einzelnen Runden beendete jeweils die Stoaberg-Musi, die mit ihren schmissigen oder äußerst fein gespielten Ziachstückeln mit Harfen- und Tubabegleitung von Beginn an die Zuhörer faszinierten. Traudi und Peter Vordermaier animierten auch ein ums andere Mal das Publikum einfache Jodler mitzusingen.
Vor der Pause war es diesen beiden auch vorbehalten, die Gewinner einer Tombola zu verkünden. Jede Eintrittskarte nahm an der Verlosung von CDs, Eintrittskarten für das Chiemgauer Volkstheater, Waren- und Essensgutscheine, mit Süßigkeiten gefüllte Tassen oder einem von MdL Klaus Stöttner organisierten Landtagsbesuch in München teil. Den Hauptpreis, eine dreitägige Fahrt nach Berlin, gesponsert von der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig, gewann der Ehrenvorstand des Hittenkirchner Trachtenvereins, Christian Kaufmann.
Der Erlös dieser Veranstaltung – insgesamt kamen 1075 Euro zusammen – wird dringend benötigt, damit Familien und Alleinerziehende im Landkreis Rosenheim unterstützt werden können.

Bericht und Bilder: Georg Leidel

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg