Bayerischer Trachtenverband zum 40. Male in Raubling bei Frühjahrstagung zu Gast

Bereits zum 40. Male versammelte sich der Landesausschuss des Bayerischen Trachtenverbandes zu seiner Frühjahrstagung im WWK-Bildungszentrum in Obermühl in der Gemeinde Raubling im Landkreis Rosenheim.

In seinen Grußworten sagte Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler, dass sein Landkreis mit 260.000 Einwohnern mit fünf Eisenbahn-Trassen und zwei Autobahn-Strecken aufpassen muss, nicht vom Verkehr überrollt zu werden. Mit diesem Bild baute der Landrat eine Brücke zu den Brauchtumshütern innerhalb der 22 Gauverbände unter dem Dach des Bayerischen Trachtenverbandes und er gratulierte dem Verband mit Landesvorsitzendem Max Bertl an der Spitze für dessen Vorsicht und Aktivität gleichermaßen, wenn es um den Erhalt und um die Fortentwicklung der Brauchtumspflege geht. „Ein ganz besonderer Verdienst ist es von Euch, dass ihr eine unendliche wertvolle Jugend- und Kulturarbeit leistet, was ich innerhalb der vier Gauverbände (Gauverband I, Bayerischer Inngau, Chiemgau-Alpenverband und Oberlandler Gau) in meinem Landkreis immer wieder feststellen kann“, so der Landrat, der noch seine Freude zum Ausdruck brachte, dass im Sommer gleich drei Gautrachtenfeste im Landkreis Rosenheim und im Rahmen des „Trachtensommers 2017“ sein werden (9. Juli in Neubeuern, 16. Juli in Bad Feilnbach und 30. Juli in Prien-Atzing). Auch Bürgermeister Olaf Kalsperger von der Gemeinde Raubling ist eng mit den beiden örtlichen Trachtenvereinen von Raubling und Großholzhausen im Jahreslauf verbunden, er sagte in seinem Grußwort: „Beide Trachtenvereine haben relativ junge Vorstände und ich weiß die Arbeit und Aufgaben von ihnen zu schätzen bei allen Schwierigkeiten außen herum“. WWK-Vertriebsvorstand Rainer Gebhart dankte den Trachtlern nicht nur für ihre Treue zum Versicherungsunternehmen, sondern auch für die Beständigkeit bei der Festlegung des Tagungsortes zugunsten von Obermühl.

Bei der zweitägigen Zusammenkunft erörterten die Gauvorstände, Ehrenvorsitzender Otto Dufter, die Ehrenmitglieder Adi Müller und Konrad Vogel sowie die Sachgebietsleiter für Trachtenpflege und Trachtenforschung (Annamirl Raab aus Schliersee), für Volkstanz und Schuhplattler (Florian Vief aus Plling), für Volkslied und Volksmusik (Anderl Hilger aus Rottau im Chiemgau), für Öffentlichkeitsarbeit (Hans Menzinger aus München-Obermenzing) sowie für Mundart, Brauchtum und Laienspiel (Walter Sirch aus Sulzschneid) viele Themen zu den heurigen Terminen. Ergänzt wurden deren Pläne noch mit den Ausführungen des Internet-Beauftragten Helmut Luichtl aus Merching und von Museums- und Archiv-Leiter Wolfgang Gensberger vom Trachtenkulturzentrum Holzhausen (TKZ). Der dort ansässige Geschäftsführer Erich Tahedl sowie Landeskassier Walter Weinzierl konnten von einer zufriedenstellenden Auslastung des Trachtenkulturzentrums und von einer schuldenfreien Haushalts-Situation berichten, nachdem das TKZ nach zehnjähriger Bauzeit mit viel Eigenleistung und bei Kosten in Höhe von 7,2 Millionen Euro seinen Betrieb aufgenommen hat. Die heurige Herbsttagung des Bayerischen Trachtenverbandes wird in Sennfeld beim Trachtenverband Unterfranken stattfinden. Die weiteren Ausrichter der Herbsttagung in den nächsten Jahren sind 2018 der Gau München und Umgebung, 2019 der Loisachgau in Bad Tölz und 2020 der Bayerische Inngau in Oberaudorf.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Frühjahrstagung des Bayerischen Trachtenverbandes beim WWK-Bildungszentrum in Obermühl, Gemeinde Raubling.

Nähere Informationen: www.trachtenverband-bayern.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg