„Aus für den Samerberg-Tunnel“: Erleichterung im Samerberger Rathaus

Mit großer Erleichterung reagiert die Gemeinde Samerberg auf die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, den „Samerberg-Tunnel“ nicht weiter zu verfolgen. „Ich bin froh, dass dieser unsinnige Korridor nun vom Tisch ist“, erklärt Bürgermeister Georg Huber, der selbst an den Besprechungen mit dem Bundesminister am Montag in Rosenheim teilnahm. Von Samerberger Seite war zudem Gemeinderat Karl Leistner bei dem Treffen mit Dobrindt dabei. Der Verkehrsminister erteilte dem umstrittenen Ost-Korridor, der über Nußdorf unter dem Samerberg hindurch bis Frasdorf, Aschau und Bernau geführt hätte, eine deutliche Absage: „Das ist nicht unser Anliegen. Der innerösterreichische Verkehr ist nicht unser Belang.“ Weiter versprach der Minister: „Der Planungsdialog mit allen betroffenen Gemeinden soll ganz neu und ergebnisoffen gestartet werden. Dieser Prozess soll durch einen neutralen, externen Moderator/ Mediator unterstützt werden.“ Außerdem wird das Bundesverkehrsministerium eine umfassende Verkehrsstudie erarbeiten, um die Verkehrsströme bis zum Jahr 2050 nachvollziehbar zu prognostizieren. Schließlich kündigte Dobrindt vor 1700 Demonstranten an, dass die Bahn in Rosenheim ein Informationsbüro einrichten möchte.

Zuvor hatte eine Demonstration mit 1700 Teilnehmern vom Max-Josefs-Platz bis zum Landratsamt geführt.

Foto 1: Thomas Riedrich übergab als Vertreter der Bürgerinitiativen 12 000 Unterschriften an Verkehrsminister Dobrindt.

Foto 2 : Die Bürgermeister Georg Huber vom Samerberg, Hans Nowak aus Neubeuern, Rainer Auer aus Stephanskirchen, Hans Holzmeier aus Schechen und Christian Praxl aus Rohrdorf (von links) nahmen an der Kundgebung und der Demo teil.

 

 

 

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg